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Adrenalin

 Adrenalin (Epinephrin) bewirkt die Einstellung des gesamten Organismus auf eine Stress - Situation. Es ist ein Stresshormon des Nebennierenmarks, das erste in reiner Form isolierte Hormon. Es bewirkt die Steigerung des Blutdrucks sowie Pupillenerweiterung und Verengung der Blutgefäße, dadurch hat Adrenalin ein blutstillende Wirkung.

Autoklav

 Spezialgerät für die Anwendung von Überdruck und erhöhter Temperatur, unbedingt notwendig für jedes Piecingstudio. z.B. für die Sterilisation von Piercingschmuck. Bei der Dampfsterilisation (Autoklavierung) wird durch die gleichzeitige Erhitzung von Wasser (unter Überdruck) die Wirksamkeit der Hitzesterilisation im allgemeinen gesteigert. Temperaturresistente Sporen werden duch das Aufquellen mit Wasser hitzeempfindlicher und somit minimiert sich ein eventuelles Infektionsrisiko.

Bakterien und Viren

sind die größten Feinde jeder frischen Wunde und daher auch für jedes frische Piercing. Bakterien haben einen Stoffwechsel, verfügen über Organe, haben eine Zellwand und können sich selbstständig vermehren. Viren haben keinen Stoffwechsel, keine Organe, besitzen eine / keine Kapsel (anstelle der Zellwand) und sind, um sich zu vermehren auf Wirtszellen angewiesen. Folgende Viren sind beim Piercen interessant: HIV, Hepatitis A,B,C und Tetanus

Weiters sind folgende Geschlechtskrankheiten noch immer sehr häufig vertreten: Gonorrhoe (Tripper), Lues (Syphilis), Herpes genitalis.

BCR

engl.: Ball Closure Ring. Klemmkugelring. Eine Kugel dient dem offenen Ring als Verschluss.

CBB

engl.: Circular Barbell. auch horseshoe. Rundhantel. Wie der Name schon sagt, eine zu einem Kreis gebogene Hantel mit 2 Verschlusskugeln. Sehr populär und vielseitig einsetzbar in vielen verschiedenen Größen und Kombinationen.

Chunk Ring

 Ein Chunk Ring ist eine mutige Modifizierung der Klemmkugelringe BCR. Als Verschluss dient eine große ca. 15 - 25 mm dicke Klemmkugel. Der optische Effekt ist spektakulär und für den Träger ergibt sich ein neues "heavy feeling". Sehr empfehlenwert für Guiches oder Prinz Albert Piercings. Aber auch für gedehnte Brustwarzenpiercings.

Dehnen

 Das Dehnen von Piercings sollte immer nur bei komplett abgeheilten Piercings erfolgen und die Dehnstufen sollten so klein wie möglich sein um eine dauerhafte Schädigung des Gewebes zu verhindern. Empfehlenswert ist eine Steigerung um 1 mm alle 4 - 6 Wochen. Dehnen verlangt viel Geduld.

Dehnungssichel

 Sichelförmig (auch gerades) und konisch gearbeitetes Material. Dehnungssicheln (engl. Enlarging Cresent) werden für die allmähliche Vergrößerung der meisten Piercings verwendet. Die Sicheln sollten in Verbindung mir einem Gleitgel verwendet werden und die Dehnung sollte immer in einzelnen kleinen Schritten ausgeführt werden.

Desinfektion

Desinfektion bedeutet, einen Gegenstand in einen Zustand zu versetzen, in dem er nicht mehr infizieren kann. Nicht gleichbedeutend mit Keimfreiheit (siehe Sterilisation).

Entfernen

 Wird ein Piercing noch vor dem abgeschlossenen Heilungsprozess herausgenommen, verklebt der Stichkanal in der Regel zunächst und wächst anschließend schnell und vollständig wieder zusammen, sodass später kein Schmuck mehr eingesetzt werden kann. Ein vollständig abgeheilter Stichkanal bleibt dagegen üblicherweise erhalten, wodurch sich auch weiterhin Talgablagerungen darin bilden können. Häufig verengt er sich nach Entfernen des Schmucks und wächst an den Ein- und Ausstichstellen zusammen wobei meist kleine punktförmige Narben entstehen.

Entzündung

 Eine Entzündung ist durch folgende Symptome charakterisiert: Rötung (Rubor), Wärme (Calor), Schmerz (Dolor), Schwellung (Tumor), Funktionsstörung (Funktio laesa)

Epithelisierung

 Eine offene Wunde wird durch das Überwachsen mit sogenannten Epithelzellen (Verheilphase, Neubildung der Haut) geschlossen. Durch die Zellteilung der an den Wundrändern liegenden Epithelzellen wird die Wunde von außen nach innen gesdchlossen. Piercingschmuck sollte erst nach vollständiger Epithelisierung ( Ausheilung) ausgewechselt werden.

Fleshtunnel

  Der Fleshtunnel ist ein geweitetes Piercingloch. Die Weitung erfolgt mit einer Dehnungssichel oder konisch zulaufenden Dehnungsnadeln. Um ein Reißen des Gewebes zu vermeiden, wird die Dehung für gewöhnlich in 1 mm Schritten vergrößert. Übliche Piercings die gedeht werden: Ohrloch, Brustwarze, Frenum oder auch Zunge. Das Piercing sollte ausgeheilt sein und zwischen den Dehnungen sollte eine Pause von 1 - 6 Wochen liegen.

Gewebearten

 Beim Piercen werden verschieden Arten von körpereigenen Gewebe verletzt. Je nach Art dieses Gewebes ergeben sich unterschiedlich lange Abheilzeiten und auch evetuell Komplikationen. Piercingrelevante Gewebearten sind: Haut,  Schleimhaut, Muskel und Knorpel.

Gewebe: Haut

  Die Haut bildet gegenüber der Aussenwelt einen hochspezialisierten Schutzwall mit vielfältigen Aufgaben: Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung, Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung, Schutz bei chemischen Schädigungen, Schutz vor dem Eindringen von Mikroorgamnismen, Schutz vor dem Verlust von Wasser und Wärme. Die Haut hat einen ph - Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen von fremden Keimen. Die Haut hat die Möglichkeit bestimmte Wirkstoffe zu resorbieren und sie unterstützt durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme. Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Für alle Empfindungen gibt es Fühler, sogenannte Rezeptoren in unserer Haut. Zwischen den Rezeptoren für Wärme und Schmerz gibt es einen entscheidenden Unterschied: An Temperaturen kann man sich langsam gewöhnen, wenn es langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Warnzeichen behalten kann.

Von außen nach innen besteht die Haut, auch Cutis genannt, aus folgenden Schichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Corium) und Unterhaut (Subcutis). Begrenzt wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie, die aus sehr festen  Fasern, den sogenannten Kollagenfasern besteht. Die Haut wird bei fast allen Piercings beschädigt (Ausnahmen sind reine Schleimhautpiercings).

Gewebe: Knorpel

Knorpel gehört zu den geformten Bindegeweben und besitzt die besondere Eigenschaft der Druck- und Biegungselastizität, wodurch Knorpelgewebe beim Nachlassen von Druck-, Zug und Biegungskräften seine ursprüngliche Form wiedererlangt. Knorpelgewebe ist gefäß- und nervenfrei. Die Ernährung erfolgt durch Diffusion von der Knorpeloberfläche her, d.h. es ernährt sich von dem ihn umgebenden Gewebe mit. Dadurch besitzt es eine sehr schlechte Wundheilung, da durch diese Diffusion nur wenige Nährstoffe in das verletzte Gewebe eindringen können.

Piercings: Nase, Ohr

Gewebe: Muskel

Muskelgewebe besteht aus langgestreckten Muskelzellen, ihre Hauptfunktion besteht darin, dass sich diese Zellen verkürzen und Spannungen entwickeln können. Zusammen mit Muskelgewebe kommt immer Bindegewebe vor, welches am Aufbau der Muskeln beteiligt ist, die Muskeln gliedert, den Muskelzellen zur Befestigung dient und die Verkürzung des Muskelgewebes auf die Umgebung überträgt.

Piercings: Zunge, Lippe, Cheek

Gewebe: Schleimhaut

Schleimhaut ist eine Haut, deren Oberfläche stets durch einen Schleimfilm feucht gehalten wird. Schleimhäute sind meistens sehr stark durchblutet, wodurch eine gute Wundheilung gegeben ist. Bei Piercings betrifft das: Nase, Oralbereich (Lippe, Zunge, Lippenbändchen) und teilweise Genitalbereich.

Händedesinfektion

Hautdesinfektion

Heissluftserilisation

Hochdruckdampfsterilisation

Infektion

Kreuzkontamination

Lidocain

Nickel

Ohrlochpistole

Piercing

Piercing - Nadel

Punchen

Scarification

Sporen Test

Sterilisation

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